Warum Bin Ich So? Die Verborgenen Muster Hinter Ihren Reaktionen
„Warum bin ich so" ist eine der häufigsten Fragen, die sich eine Person über sich selbst stellt, und sie wird meist so formuliert, als hätte sie eine einzige, feste Antwort — ein Merkmal, einen Makel, ein fixes Stück Charakter. In der Praxis geht es bei der Frage fast nie um Charakter. Es geht um ein bestimmtes, sich wiederholendes Reaktionsmuster, das noch nicht klar genug benannt wurde, um als Muster erkannt zu werden statt als „so bin ich eben".
Die Formulierung selbst arbeitet gegen das Finden der Antwort. „Warum bin ich so" behandelt das Selbst als festes Objekt, das erklärt werden muss, während tatsächlich eher ein wiederkehrender Prozess vorliegt — ein bestimmter Auslöser, eine bestimmte Reaktion, die immer wieder auftauchen, über Situationen hinweg, die an der Oberfläche unterschiedlich aussehen, aber dieselbe zugrunde liegende Form teilen.
Sobald der Prozess von der Identitätsbehauptung getrennt wird, ändert die Frage vollständig ihre Form. Sie hört auf, „was stimmt nicht mit mir" zu sein, und wird zu „welches spezifische Muster tut das, und was löst es immer wieder aus" — eine Frage mit einer tatsächlichen, auffindbaren Antwort, statt eines Charakterurteils, das nur akzeptiert oder bekämpft werden kann.
Die meisten Menschen vollziehen diesen Wechsel nie von allein, weil er erfordert, das Muster von außerhalb des Moments zu sehen, in dem es geschieht — genau der Standpunkt, den reine Selbstreflexion nur schwer liefern kann. „Warum bin ich so" ist meist keine Frage der Identität. Es ist eine Frage zu einem Muster, das schon lange genug läuft, um sich wie eine anzufühlen.
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Momar Lissa Ndiaye („MLN") ist Gründer & CEO von weyoga Inc., einer Delaware-Gesellschaft. — weyoga.ai · mln@weyoga.ai